Systemische Teamentwicklung

Wir finden zusammen auf Basis von Gemeinsamkeiten, Wir wachsen auf Basis von Unterschieden. (Virginia Satir)

Die systemische Teamentwicklung legt den Fokus auf den Status Quo der Zusammenarbeit und das Beziehungsgeflecht zwischen Teammitgliedern im Team. Zusammenarbeit in sozialen Systemen ist immer überkomplex: Menschen stehen durch Kommunikationsprozesse stets in bewussten und unbewussten Wechselwirkungen zueinander. Alles ist miteinander verknüpft. Gleichzeitig werden diese Kommunikationsprozesse immer wieder von äußeren Umwelteinflüssen, wie z.B. duch Kundenwünsche, Gesetzes- oder Marktveränderungen beeinflusst.

Durch diese Überkomplexität kann Zusammenarbeit niemals vollends nachvollziehbar sein, nicht für einzelne Teammitglieder, nicht für die Führungskräfte. Teams obliegen keiner kausalen Steuerungsmöglichkeit. Daher sind Konflikte vorprogrammiert bzw. immer auch elementarer Bestandteil von Zusammenarbeit. Konflikte sind per se nicht hinderlich, sondern Konflikte möchten sozialen Systemen einen Hinweis für Veränderungspotential geben. Offen angesprochen und eingegangen, dienen sie Teams bei sowohl individuellen als auch kollektiven Wachstums-, Entwicklungs- und Reifeprozessen.

Die systemische Teamentwicklung legt hierbei den Blick auf das interne Beziehungsgeflecht, auf interne Kommunikationsprozesse, auf gelebte Rollen und Unterschiedlichkeiten zwischen allen Teammitgliedern. Mit der Zeit werden verdeckte, hinderliche und förderliche Normen der Zusammenarbeit sichtbar. Durch den regelmäßigen, offenen Austausch und das bewusste Festlegen auf Transferprozesse, lernen Teams in diesem Format proaktiv und bewusst Veränderungsprozesse in ihrem Sinne einzuleiten und nachhaltig zu verfolgen.  

ZIEL DER SYSTEMISCHEN TEAMENTWICKLUNG

Das übergeordnete Ziel der systemischen Teamentwicklung ist es, die Zufriedenheit im Team zu erhöhen, um somit wirksamer an den gemeinsamen Zielen bzw. Aufgaben zusammenzuarbeiten. Die Qualität der angebotenenen Dienstleistung bzw. des Prouktes steigt nachhaltig.

Unausgesprochenes trennt: Neues erkennen und voneinader lernen

Als systemische/r Teamentwickler*in kommt es nicht darauf an, neue Lösungswege vorzugeben. Der Begriff des Teamentwicklers ist an der Stelle etwas irreführend, da die Verantwortung für den Status Quo als auch für die gewünschte Veränderung im Team (!) liegt – und zwar zu gleichen Teilen bei allen Teammitgliedern. Als Teamentwickler*in sind wir Expert*innen im Begleiten von solchen Prozessen, in dem wir die Verantwortung für die gewünschte Veränderung immer wieder ins soziale System zurückgeben. Wir begleiten das Team bei dem Prozess von der Loslösung vom Problem hin zu trag- und anschlussfähigen Veränderungsentscheidungen.

Es ist daher wichtig, dass sich die Teammitglieder in der Teamentwicklung untereinander so verständigen und austauschen, dass sie sich selbst neue und anschlussfähige Lösungen im Hinblick auf die gemeinsame Zusammenarbeit erarbeiten. Ziel ist also, gegenseitiges Verständnis durch transparente Verständigung herzustellen, um die zukünftige Selbststeuerungsfähigkeit des Teams zu fördern und die Beziehungen der Teammitglieder untereinander zu stärken und belastbarer zu machen.
Als externe Teamentwickler*innen bzw. Prozessbegleiter*innen sind wir allparteilich und fördern den konstruktiven Dialog auf Augenhöhe sowie den Austausch von der Problemorientierung hin zur Zielorientierung.

Wobei die systemische Teamentwicklung hilfreich ist:

  • Heiße und kalte Konflikte, Widerstände innerhalb des Teams
  • Ineffizienz, Grüppchenbildung, Machtspielchen, Verantwortungsdiffusion
  • Neue Teamstruktur durch z.B. neue Mitarbeitende oder eine neue Führungskraft
  • Neue Organisationsstruktur durch z.B. strukturellen Vorgaben bzw. Veränderungen
  • Wunsch nach gemeinsamer Reflexion der Zusammenarbeit und Etablierung anschlussfähiger Regeln
  • Wunsch nach mehr Qualität und Effektivität in der gemeinsamen Zusammenarbeit
  • Wunsch nach mehr Vertrauen, Offenheit, Verbindlichkeit und Motivation innerhalb des Teams

Weitere Informationen zu Teamentwicklungen

Vertiefende Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Blogartikel „Teamentwicklungen

 

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