Systemische Teamentwicklung

Die systemische Teamentwicklung legt den Fokus auf den Status Quo der Zusammenarbeit und das Beziehungsgeflecht zwischen Teammitgliedern im Team. Die Wirkfaktoren der Zusammenarbeit innerhalb von Teams sind stets überkomplex (Überkomplexität bedeutet an der Stelle, dass diese Wirkfaktoren niemals vollends nachvollziehbar sein können!) und obliegen keiner kausalen Steuerungsmöglichkeit. Durch diese Überkomplexität von Wirkfaktoren innerhalb von Teams z.B. durch implizite Regeln, unterschiedliche Rollenauslegungen, gegenseitiges Unverständnis oder gestiegenen Anforderungen im Außen (Prozesse, Schnelligkeit, Erfolgsdruck, etc.), benötigen Teams, um wirksamer in der Zusammenarbeit zu werden, stets auch den Blick auf das interne Beziehungsgeflecht, auf gelebte Rollen und Unterschiedlichkeiten zwischen allen Teammitgliedern. Dies ermöglicht die systemische Teamentwicklung. 

ZIEL DER SYSTEMISCHEN TEAMENTWICKLUNG

Das übergeordnete Ziel der systemischen Teamentwicklung ist es, die Zufriedenheit im Team zu erhöhen, um somit wirksamer an den gemeinsamen Zielen bzw. Aufgaben zusammenzuarbeiten und gemeinsam zu wachsen.

Wir finden zusammen auf Basis von Gemeinsamkeiten. Wir wachsen auf Basis von Unterschieden. (Virginia Satir)

Als systemischer Teamentwickler kommt es nicht darauf an, neue Lösungswege vorzugeben. Der Begriff des Teamentwicklers ist an der Stelle etwas irreführend, da die Verantwortung sowohl für den Status Quo als auch für eine gewünschte Veränderungen im Team liegt – und zwar zu gleichen Teilen bei allen Teammitgliedern. Der Einfluss des gesamten Teams wird dabei sehr häufig unterschätzt. Die Kraft des „Nicht-Wollens“ ist meist größer als die des „Wollens“. Für trag- und anschlussfähige Veränderung braucht es das Team.

Unausgesprochenes trennt

Es ist daher wichtig, dass sich die Teammitglieder in der Teamentwicklung untereinander so verständigen und austauschen, dass sie sich selbst neue und anschlussfähige Lösungen im Hinblick auf die gemeinsame Zusammenarbeit erarbeiten. Ziel ist also, gegenseitiges Verständnis durch transparente Verständigung herzustellen, um die zukünftige Selbststeuerungsfähigkeit des Teams zu fördern und die Beziehungen der Teammitglieder untereinander zu stärken und belastbarer zu machen.
Als externe Teamentwickler und Prozessbegleiter sind wir allparteilich und fördern den konstruktiven Dialog auf Augenhöhe und Austausch von der Problemorientierung hin zur gemeinsamen Zielorientierung.

Wobei die systemische Teamentwicklung hilfreich ist:
  • Heiße und kalte Konflikte, Widerstände innerhalb des Teams
  • Ineffizienz, Grüppchenbildung, Machtspielchen, Verantwortungsdiffusion
  • Neue Teamstruktur durch z.B. neue Mitarbeitende oder eine neue Führungskraft
  • Neue Organisationsstruktur durch z.B. strukturellen Vorgaben bzw. Veränderungen
  • Wunsch nach gemeinsamer Reflexion der Zusammenarbeit und Etablierung anschlussfähiger Regeln
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